Pierre Woodman, eigentlich Pierre André Nicolas Gerbier, wurde am 29. April 1963 in einer eher einfachen Familie in der französischen Region Auvergne geboren. Schon in jungen Jahren musste er Verantwortung übernehmen und verließ früh die Schule, um zu arbeiten. Mit 16 Jahren nahm er verschiedene Jobs an, etwa als Barkeeper, Verkäufer oder Lagerarbeiter, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit 17 Jahren trat er in die französische Armee ein und setzte anschließend seine berufliche Laufbahn als Polizist fort, bevor er sich entscheidend umorientierte und seine kreative Seite entdeckte.
Im Jahr 1986 begann Woodman seine berufliche Neuausrichtung als Mode‑ und Fernsehfotograf. Wenig später, im Jahr 1989, engagierte er sich am Aufbau des Magazins „Hot Video“ und arbeitete als Reporter in der internationalen Szene. Diese Erfahrungen legten den Grundstein für seine spätere Tätigkeit hinter der Kamera. Spätestens mit seinem Einstieg bei der Private Media Group Inc. im Jahr 1992 begann Woodman seine bekannteste Arbeit, die Produktion von Filmen mit besonderem Fokus auf neue Darstellerinnen.
Ab den frühen 1990er‑Jahren entwickelte Pierre Woodman seine Produktionsserien, die ihn international bekannt machten. Besonders die „Casting X“‑Reihe, die ab 1997 veröffentlicht wurde, gilt als sein Markenzeichen. In diesen Produktionen suchte er gezielt neue weibliche Darstellerinnen für Erwachsenenfilme und begleitete sie durch Casting‑Prozesse. Woodman war außerdem an der Produktion weiterer Serien beteiligt, wie etwa „Superfuckers“, die er ab 1999 für Private produzierte. Seine Arbeit führte ihn auch in Zusammenarbeit mit anderen großen Firmen der Branche.
Während seiner jahrzehntelangen Karriere hat Woodman zahlreiche Filme inszeniert und produziert und sich damit einen Namen in der Branche gemacht. Er erhielt mehrfach Auszeichnungen, darunter Hot d'Or‑Preise und Anerkennungen bei internationalen Festivals. Allerdings waren seine Methoden und Arbeitsweisen auch wiederholt umstritten. In verschiedenen Berichten und Dokumentationen wurde Kritik an seinen Casting‑Prozessen und der Art der Szenengestaltung geäußert.